Evangelische Kirchengemeinde Rückeroth

ABENDMAHL – ein Treffen voller Geheimnisse

 

Jesus selbst hat es befohlen: Feiert miteinander das Mahl. „Tut dies zu meinem Gedächtnis!“

Je öfter du am Abendmahl teilnimmst, umso klarer wird dir, was es damit auf sich hat.

Wie bei vielen anderen Dingen im Leben wächst man auch beim Abendmahl in ein immer tieferes Verstehen hinein. Voraussetzung zur Teilnahme ist zunächst nur, dass du ernsthaft und ehrlich nach Gott fragst und ihn kennenlernen möchtest. Vertraue darauf, dass Gott dir irgendwie nahe kommt. So nah wie  Brot und  Wein, die du in dich aufnimmst. Die zu einem Teil deines Stoffwechsels werden. So nahe ist dir Gott!

Manchmal kannst du das auch in Gefühlen wahrnehmen, manchmal spürst du gar nichts. Das ändert nichts an dem Versprechen Jesu: Wo zwei oder drei (oder viele beim Abendmahl) in meinem Namen beieinander  („versammelt“) sind, da bin ich mitten unter ihnen.

 

1. Wenn eine christliche Gemeinde Abendmahl (auch morgens) feiert, dann tut sie das, um sich an den Tod und die Auferstehung von Jesus zu erinnern. Miteinander feiern wir, dass Jesus an jedem unserer Tage bei uns ist und bis ans Ende der Zeit bzw. der Welt bei uns bleiben wird. Wir freuen uns miteinander über

 

DIE NÄHE GOTTES.

 

2. Ganz tief im Herzen wissen wir, dass wir (ziemlich oft) nicht so sind, wie wir sein sollten. Wir tun Dinge, die wir besser unterlassen sollten und unterlassen Dinge, die wir  tun müssten. Wir werden aktiv schuldig durch böses Tun und Reden, wir bleiben passiv schuldig, weil wir zu wenig Liebe schenken und Gutes tun. Trotzdem nimmt Gott uns an und vergibt uns gerne. Wir freuen uns miteinander über die

 

VERGEBUNG UNSERER SÜNDEN.

 

3. Kein Mensch lebt allein. Wir sind aufeinander angewiesen. Menschen brauchen Menschen. Ohne Mitmenschen, ohne Freunde, ohne Partner oder Familie wäre das Leben traurig und einsam. Was ganz allgemein gilt, gilt auch für glaubende Christen. Sie brauchen einander. Sie helfen sich gegenseitig, so zu leben, wie es Jesus vorgeschlagen hat: Gott lieben, den Mitmenschen und sich selbst. Die Gemeinde ist der Ort, wo das lebenslang miteinander eingeübt wird. Das gemeinsame Mahl am Tisch des Herrn (Altar) verbindet sie untereinander und mit Gott. Wir freuen uns über

 

GEMEINSCHAFT .

 

4. Beim Abendmahl wird zeichenhaft - symbolisch – schon jetzt vorweggenommen, was  Gott will: Alle werden gleich behandelt! Alle sind wertvoll! Es gibt keinen Unterschied zwischen arm und reich, klug und dumm, stark und schwach, jung und alt, Mann und Frau usw. Jede und jeder bekommt etwas ab vom Brot des Lebens und vom Wein des Festes. Alle sind eingeladen, niemand wird ausgeschlossen. So geht es zu, wo Gott das Sagen hat, wo seine Liebe regiert. Wir verzweifeln nicht an der Ungerechtigkeit in der Welt. Wir freuen uns darauf und hoffen, dass es schon jetzt unter uns beginnt: